Kategorie: Von und mit mir

Überwältigt

17. November 2016
Kategorie: Blog, Von und mit mir

Mir wurde einst beigebracht, dass ich andere Leute ja nicht mit meinen Problemen belästigen solle. Falls ihr euch also davon belästigt fühlt, dass ich zu der Sorte Mensch gehöre, die auch ohne triftigen Anlass schwierige Phasen im Leben hat, dann überspringt diesen Blogpost bitte.

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Buchmesse Convention

22. Oktober 2016
Kategorie: Termine, Von und mit mir

Morgen (oder nachher, je nachdem wir ihr zu Tageszeiten steht) bin ich auf der Buchmesse Convention in Dreich/Sprendlingen anzutreffen. Nicht mit Lesungen, Panels, Merchandise, Büchern oder Flyern, aber immerhin. Die Veranstaltung ist nicht besonders groß, aber wer nach mir sucht darf sich gerne meines Twitter Accounts bedienen.

Viel Spaß in Dreieich, Frankfurt oder wo auch immer ihr euch morgen herumtreibt 🙂

Autorendasein – Stand September 2016

6. Oktober 2016
Kategorie: Blog, Von und mit mir, Schreiben

Seit meiner letzten Bestandsaufnahme sind 2 Monate vergangen. Was ist geschehen?

Der August war ein unerwartet guter Monat. Ich bin notorisch hitzeempfindlich, weshalb ich erwartete meine Leistung aus dem Juli bestenfalls halten zu können. Stattdessen habe ich meine durchschnittliches Tagesleistung um ein gutes Drittel, auf 495 Wörter erhöhen können. Das ist immer noch nur knapp die Hälfte meines Tagesziels von 1.000 Wörtern, aber dieses habe ich immerhin an 8 von 31 Tagen erreicht (von 20 Tagen an denen ich überhaupt geschrieben habe). Andererseits entsprechen diese 15.000 Wörter im Monat 3 bis 6 Kapiteln, etwa einem Sechstel eines Buchs. Zwei Bücher im Jahr schreiben klingt widerrum gar nicht so übel…

Der September war… seltsam. Seht selbst:

Schreibkalender

Glaubt mir, das einzutragen hat weh getan. Die Schuld kann ich bei den wieder begonnen Computerkursen, den ständigen Temperaturschwüngen oder einer depressiven Phase in der Monatsmitte suchen. Am Ergebnis ändert das nichts.
Ausschließlich trostlos ist die Situation aber auch nicht: Ich habe eine Kurzgeschichte für eine Anthologie geplottet, die zur Leipziger Buchmesse 2017 erscheinen soll. Außerdem ist bei den #BartBroAuthors – einem neuem und anderem Zusammenschluss von Autoren, Designern und Lektoren – im September einiges passiert, von dem manches noch der Geheimhaltung unterliegt. Mein Engagement ist umfangreicher ausgefallen als gedacht und zur Frankfurt Buchmesse steht Großes an, das ihr natürlich zeitnah zu lesen bekommt. Außerdem ist das neue Design der Webseite fertig geworden (wer hats gemerkt?), auch wenn noch nicht alle Funktionen da sind, wo ich sie gerne hätte und eine mobile-fähige Variante fehlt.

Und dann gibt es da noch den ganzen Rest, der natürlich keine Rücksicht auf meine kreativen Bedürfnisse nimmt. Was bleibt ist der Vorsatz wieder mehr zu tun. Im Oktober gelingt mir das bisher (3 Schreib- und 1 Überarbeitungstag soweit) und auch rundherum scheinen sich die Wogen etwas zu glätten. Immerhin mache ich mit meinem Hund kontinuierlich Fortschritte. Vielleicht blogge ich sogar wieder etwas öfter 🙂

Autorendasein – Stand Juli 2016

5. August 2016
Kategorie: Blog, Von und mit mir, Schreiben

Wenn ich meiner Dropbox glauben darf, habe ich 2012 meinen ersten „richtigen“ Text verfasst. Kurze Phasen großer Aktivität wechselten sich mit langen Pausen ab, in denen ich gar nichts produzierte. Seit Ende 2014 gehe ich mit etwas mehr Gewissenhaftigkeit an mein Hobby-dass-hoffentlich-irgendwann-zum-Beruf-wird heran, doch bis heute ist es mir nicht gelungen eine Routine aufzubauen und zuverlässig Wörter auf den Bildschirm zu bringen.

Das ist ein Problem, denn wer sich Autor nennt sollte ab und zu etwas zu Papier bringen. Oder eben auf den Bildschirm. Nicht zu wenig sollte es sein, denn nur den wenigsten Schreibern ist es vergönnt, dass Fans jahrelang auf die nächste Veröffentlichung warten, statt einen einfach zu vergessen. Glücklicherweise ist mein Unterbewusstsein leicht auszutricksen, denn ich hasse wenig mehr, als mir Versagen eingestehen zu müssen. So dachte ich, druckte mir einen Kalender aus und hing ihn an die Pinnwand neben meinem Bett. Fortan trug ich jeden Tag meinen Schreibfortschritt ein und würde durch die Pein und Schmach, die jede 0 über mich brächte, sicherlich dazu angetrieben werden, regelmäßig produktiv zu sein:

Schreibtagebuch Juli 2016

So viel dazu. 8.571 Wörter in 23 Tagen, das ist noch ein weiter Weg zum Profi. Aber es sind eben auch 8.571 Wörter, der Gegenwert von 2 bis 3 Kapiteln oder einer Novelle. Es wäre ein leichtes, dem Wetter die Schuld zuzuschieben, aber die Wahrheit ist, dass man als Profi auch unter widrigen Bedingungen Leistung erbringen muss. Das ist beim Schreiben nicht anders als in jedem anderen Beruf. Ob man inspiriert ist oder nicht, ob es draußen 10° C oder 30° C sind, ob man eine Baustelle vor der Tür hat oder nicht… am Ende interessieren die Umstände, unter denen es erschaffen wurde, niemanden.

Mal schauen was der August bringt.

Das Pseudonym: Warum heiße ich jetzt anders?

3. Mai 2016
Kategorie: Blog, Von und mit mir

Ein Pseudonym verspricht einen neuen Start. Unbelastet von der eigenen Vergangenheit und unter selbst gewählter Bezeichnung agiert es sich irgendwie doch anders. Es gibt viele gute Gründe sich für oder gegen ein Pseudonym zu entscheiden und wahrscheinlich ebenso viele gute Artikel zu diesem Thema. Meine Gründe waren sehr einfach: Mein Name ist so verbreitet, dass ich kaum zu finden wäre. Außerdem klingt er ziemlich langweilig und macht auch optisch nicht viel her. Nicht zuletzt hatte ich kein gutes Gefühl dabei: Ich konnte mir einfach keinen erfolgreichen Autoren mit diesem Namen vorstellen.

Den Namen zu ändern ist kein einfacher Schritt. Unser Name ist etwas sehr persönliches und kommt dem, was wir Identität nennen, sehr nahe. Selbst nachdem wir unseren letzten Atemzug getan haben und unsere sterblichen Überreste längst im Erdboden vergangen sind, steht unser Name noch immer für all jene Dinge, die wir getan und hinterlassen haben. Wie viel öfter können wir uns an die Namen bekannter Personen erinnern, nicht aber an ihre Gesichter? Wie viele wüssten zum Beispiel auf Anhieb wie Alexander der Große, Kleopatra, Pythagoras, Karl der Große, Shakespear, Beethoven oder Napoleon aussahen?

Seinen Namen zurück zu lassen ist daher oft eine unangenehme Vorstellung. Man ist plötzlich „jemand anderes“ und kann sich nur noch eingeschränkt auf seine bisherigen Erfahrungen zurück fallen lassen. Je weiter das Alter Ego von der echten Person entfernt ist, desto mehr Mühe kostet es, die Persona aufrecht zu erhalten. Die Alternative, das Pseudonym zweidimensional und leblos zu belassen, ist zwar auch möglich, raubt einem jedoch die Möglichkeit durch Lebenserfahrung Bande zu knüpfen. Eine persönliche Verbindung entsteht so nicht.

Natürlich ist auch jede Abstufung zwischen diesen Extremen möglich: So will einer vielleicht seine Privatsphäre schützen und wählt deswegen ein Pseudonym. Die eigene Lebensgeschichte muss man zu diesem Zweck jedoch nicht verschweigen. Ein anderer möchte einen Karriereschritt machen, ohne sein bisheriges Wirken damit in Verbindung zu bringen. Eine Autorin erotischer Literatur möchte zum Beispiel vielleicht nicht, dass ihre technischen Ratgeber mit ihren anderen Veröffentlichungen in einer Amazon-Suche auftauchen.

Ich wollte einfach einen besser klingenden und einprägsameren Namen. Anders fand ich sowieso schön und da ich auch im echten Leben anders bin, passte es gleich in mehrerer Hinsicht. Da ich in verschiedenen Genres schreibe könnte es sich zudem eines Tages als nützlich erweisen, bereits Erfahrungen im Umgang mit einem fremden Namen zu haben. Außerdem habe ich meinen Vornamen behalten, sodass ich zumindest darauf wie gewohnt reagieren kann 🙂